Sehr geehrte Damen & Herren, geschätzte Kolleg:innen!
Ich darf sie mit Freude zum 11. Österreichischen Crohn Colitis Symposium der Arbeitsgruppe (AG) Chronisch Entzündliche Darmerkrankungen (CED) nach Bad Ischl einladen.
Dieses Jahr haben wir den Schwerpunkt auf die Chirurgie bei CED gelegt, prä- peri- und postoperativ, ein nach wie vor sehr zentraler und wichtiger Bereich in der Betreuung
von CED Patienten. Unsere therapeutischen Optionen wachsen stetig, fast jährlich kommen neue Antikörper und Moleküle auf den Markt und trotzdem liegt die OP-Notwendigkeit
im Laufe eines Lebens mit CED nach wie vor bei über 50%. Wann ist also der richtige Zeitpunkt für eine OP bei Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa, wie können wir die
Ausgangssituation für betroffene Patienten perioperativ optimieren und was kann getan werden, um ein postoperatives Wiederauftreten der Entzündung zu verhindern.
Wie sollen wir mit dem verbliebenen Darm umgehen? Ob die Chirurgie mit der Appendektomie zukünftig auch eine denkbare Alternative zur medikamentösen Therapie darstellen,
oder sogar präventiv bei Colitis ulcerosa als Behandlungsoption angeboten werden könnte, wird auch kommentiert werden. CED-Spezialist:innen aus ganz Österreich werden zu
diesen Fragestellungen Antworten geben und mit uns ihre Expertise teilen und sich der Diskussion stellen.
Als internationalen Sprecher freut es mich sehr dieses Jahr
Hr. Univ.-Prof. Dr. Luc Biedermann, den Leiter für "Inflammatory Bowel Diseases und Eosinophile Ösophagitis" des Universitätsspitals Zürich, ankündigen zu dürfen,
der über den Unterschied von Studiendaten zu "real world" Erfahrungen berichten wird. Dies wird sicher ein sehr spannender Beitrag auch im Hinblick auf die in den
Firmensymposien präsentierten Vorträge.
Wir sind froh, dass unser ÖCCO-Symposium unverändert Wertschätzung bei unseren Partnern der Industrie findet, die unsere
Tagung unterstützen. Die gute und verlässliche Zusammenarbeit mit den Pharmafirmen ermöglicht unserer Arbeitsgruppe nicht nur die Unterstützung der Nachwuchs Förderung,
von Forschungsprojekten und mit Preisen, sondern hat auch dazu beigetragen, gemeinsam mit der CED-Selbsthilfegruppe (CED-Kompass) die Bedürfnisse unserer CED-Patienten
in das Licht der Öffentlichkeit zu rücken. Unverändert wird es wieder die beliebten "Grand Rounds" geben, bei denen junge Kolleg:innen interessante Fälle präsentieren
werden. In einer moderierten Diskussionsrunde von Expert:innen soll dadurch praxisnahes Wissen vermittelt werden.
Dieses Jahr feiert die "CED-Nursing Austria" ihr 10-jähriges Jubiläum und wird so wie in den letzten Jahren ihre Fortbildungstagung mit uns gemeinsam vor Ort ausrichten.
Dieses Modell hat sich in Österreich etabliert und eine Vorreiterrolle in der Ausbildung von fachspezifischer, spezialisierter Pflege eingenommen, wofür uns andere
Disziplinen beneiden. Zu diesem Erfolg möchte ich herzlich gratulieren.
Ich finde es liegt ein durchaus spannendes Programm vor und hoffe Sie am 01.-02.10.2026 in Bad Ischl begrüßen zu dürfen!
Herzliche Grüße,
Clemens Dejaco
Leiter der Arbeitsgruppe für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen